Ich möchte gerne unter dieser Rubrik noch einmal hervorheben, welche ursprünglichen Gedanken mich dazu bewegt haben diese Webseite zu erstellen...
Wenn ich mich zu Anfang meiner Krankheit zunehmend gegen die einseitigen medizinischen Ansichten der Ärzte gesträubt bzw. aufgelehnt habe, bin ich nun im Laufe der Zeit ein wenig davon abgerückt. Ich denke die Ärzte machen einen verdammt harten und guten Job, und man sollte sie deshalb dort stehen lassen, wo sie sind, solange sie ihn gut und gewissenhaft erledigen. Sie können halt nicht gleichzeitig Psychologe und Arzt sein, es wäre zu viel verlangt und zu gefährlich wenn sie sich mit der geistigen Ebene von Patienten beschäftigen müssten. Jeder Patient ist anders und geht mit solch einer Krankheit anders um. Wenn man das erkennt, kann man denke ich die harten Methoden, die leider notwendig sind, besser akzeptieren und dass ohne das so wichtige Verhältnis zu den Ärzten zu gefährden. Wenn man sich an der eigenen Genesung beteiligt, an den schulmedizinischen Prozeßen teil nimmt, sich informiert und mit seinem Arzt gut auskommt und gut zusammenarbeiten kann ist dass für sich, und meistens auch für den Arzt :-) , sehr hilfreich. Auch wenn der Arzt eigene Ansichten nicht teilt oder kein Verständnis hat für Dinge, die ausserhalb des messbaren liegen, kann man für sich neben der hilfreichen Medizin noch seinen eigenen Weg finden. Daher bin ich weiterhin der Meinung, ist es für manche Patienten falsch, dass die Ärzte in der Schulmedizin von "Heilung" sprechen. Denn "heil" sein heißt "ganz" sein und zum "ganz" sein gehört immer der Körper und die Seele. Heilung ist daher nur auf seelischer Ebene möglich. Denjenigen, die sich ganzheitlich mit ihrer Krankheit befassen würden und könnten, dies aber vielleicht noch nicht für sich so richtig erkannt haben, wird die Illusion gegeben, sich nur auf die Schulmedizin verlassen zu können und nichts oder nur wenig zu ihrer Genesung selbst beitragen zu können...
Ich für mich habe erkannt wie wichtig es ist auf sich und seine Stimme zu hören, sich mit mir auseinander zu setzen, selbst Verantwortung zu übernehmen, sich nicht immer nur den Meinungen der Ärzte zu unterwerfen und sich damit treiben zu lassen sondern seinen eigenen Weg zu suchen. Es gibt einem sehr viel Kraft, körperlich wie seelisch zu merken an seinem eigenen Genesungsprozeß Anteil zu haben. Es fällt einem dann auch wesentlich leichter, sich aufzurappeln und körperlich wieder zu fordern. Klar, der Körper ist immer die Grundlage von allem. Geht es einem schlecht, hat man auch sonst zu nichts Lust, schon gar nicht sich mit geistig seelischen Sachen zu beschäftigen. Ich habe aber auch oft herausgefunden dass es umgekehrt ist. Vieles spielt sich nur im Kopf ab. Je mehr ich meine "Seelenkraft" stärken konnte desto weniger machten mir meine Beschwerden am Körper zu schaffen.
Wer offen ist für alternatives Denken und durch die Neuzeit in Vergessenheit geratene Philosophien und den hermitischen Prinzipien (Wahrheiten), kann sich befreien von einseitigen Ansichten, die besagen dass medizinisch nicht mehr in den Griff zu bekommende Krankheiten zwangsläufig zum Tod führen. Wenn man sich eingehend damit beschäftigt gelingt es vielleicht sogar, etwas positives aus der Krankheit gewinnen, in der Psychosomatik nennt man das "Krankheitsgewinn", ich nenne das jetzt mal "Keim", der während dieser Zeit durch gemachte Erfahrungen, Änderung von Sichtweisen oder Einstellungen entsteht und den man dann weiterhin pflegen sollte. Das Ganze ist wie beim Muskelaufbau, auch die Seele braucht ein ständiges Krafttraining um fit zu bleiben. Man kann mit vielen Dingen besser umgehen, die vor der Krankheit unlösbar erschienen oder vielleicht sogar zu ihr geführt haben und es kann gelingen die Angst vor Rückfällen in Schach zu halten. Manchmal muss der Körper vielleicht diesen drastischen Weg der Krankheit gehen, um die Seele wieder zu ihrem "Heil" zurückzuführen...
Ich würde mich freuen wenn meine Webseite dazu beiträgt und anregt anders über Krankheiten nach zu denken, sie nicht gleich als etwas Urschlechtes zu betrachten, vielleicht sogar einen Krankheitsgewinn zu entdecken, alternative Denkweisen zu entwickeln und hoffe, dass in Zukunft die Meinungen und Erfahrungen der Patienten vielleicht noch etwas mehr in den Kampf gegen
Krebs einfließen werden!
Unter dem Verse:
MEDICUS CURAT *** DEUS SANAT
Der Arzt behandelt, Gott heilt
hat jeder die Chance den Weg zu sich selbst finden, Teil des Flusses dieser wunderbaren Welt zu bleiben, Körper, Geist und Seele wieder miteinander zu vereinen, im großen Einen ...
“Wer die Zeichen des Universums erkennt, dem wird das Universum helfen seinen eigenen Lebensplan zu erfüllen“ “Und der Jüngling tauchte in die Weltenseele ein und erkannte, dass diese ein Teil der göttlichen Seele und die göttliche Seele seine eigene war. Somit konnte auch er Wunder vollbringen“
( Der Alchimist / von Paulo Coelho )

- Keimen und knospen, wachsen und blühen - kaum etwas birgt mehr Hoffnung als naturhaftes Werden, immerzu und immer von Neuem

